"Die Liebe hatte nicht das Ihre zu suchen, von Anfang an nicht, aber noch viel weniger, wenn die grauen Fäden im Haar erschienen. Es gab keine größere Mannesprobe als das Entsagen ohne Bitterkeit."

   

ERNST WIECHERT (1887 - 1950)

 

 

Ernst Wiecherts Freunde

Blanche Gaudenz

 
             
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Frau Blanche Gaudenz (13.04.1916 - 16.11.2002) wohnte in Uerikon und lernte Ernst Wiechert während seines Schweiz-Aufenthaltes am 08. Dezember 1948 kennen. Vor allem in den letzten zwei Jahren seines Lebens litt der Dichter unter seiner Krankheit schwer und fühlte sich einsam. Zwischen Januar 1949 und März 1950 schrieb Ernst Wiechert 45 Briefe an Blanche Gaudenz. Die anfängliche Dankbarkeit für die Zuwendung in dieser für den Dichter schwierigen Zeit entwickelte sich fast zur Verehrung. Pater Guido Reiner, einer der besten Wiechert-Kenner, sprach nach Jahrzehnten mit Frau Gaudenz über diese Bekanntschaft und gelang zu folgender Feststellung: "Es war eine platonische Liebe". Es war also ein Gefühl der tiefen Verbundenheit mit dem auserwählten Menschen, ein Gefühl, das Ernst Wiechert schon als Kind so gut kannte.

Mit Frau Gaudenz sprach auch Herr Horst Radeck aus Braunschweig. Es gelang ihm, sie für seine Idee zu gewinnen: einige von diesen Originalbriefen dem Ermländisch-Masurischen Museum in Olsztyn/Allenstein (Polen) zu schenken.
 

Erklärung von Frau Blanche Gaudenz vom 23. August 1997 über die Weitergabe der fünf Originalbriefe von Ernst Wiechert.

Brief vom 03. Januar 1949. Handschrift und Abschrift.

Brief vom 24. Februar 1949. Handschrift und Abschrift.

Brief vom 19. März 1949. Handschrift und Abschrift.

Brief vom 02. Juni 1949. Handschrift und Abschrift.

Brief vom 23. Juli 1949. Handschrift und Abschrift.

Empfangsbestätigung einer Mitarbeiterin des Museums in Allenstein vom 27. August 1997.

Eingangsbestätigung und Dankeswort aus Polen.
 

Eine andere Variante des Gedichtes "Die Drossel" hat Ernst Wiechert Frau Blanche Gaudenz gewidmet.

Im Buch "Jahre und Zeiten" erhielt Blanche Gaudenz von Ernst Wiechert 1949 folgende Widmung



Frau Gaudenz hatte in der Schweiz zwei kleine Bücher veröffentlicht:

Briefe von Ernst Wiechert an Blanche Gaudenz. Eine Auswahl.  Zum 50. Todestag des Dichters am 24. August 2000. Uerikon, Selbstverlag Blanche Gaudenz 2000 (dort sind auch die fünf Briefe abgedruckt).

Ernst Wiechert in der Schweiz 1948-1950. Uerikon, Selbstverlag Blanche Gaudenz 1989.

Am 16. Mai 1987 veröffentlichte Blanche Gaudenz in der «Zürichsee-Zeitung» einen Artikel zum 100jährigen Geburtstag von Ernst Wiechert.

 

Der Tod des Dichters löste tiefe Trauer aus. Hier können Sie eine Einsendung einer Unbekannten, erschienen in der «Zürichsee-Zeitung» im Herbst 1950, lesen.
 



 
Blanche Gaudenz war ein Jahr vor dem Tod von Ernst Wiechert 33 Jahre alt.


 
Haus "Prabella" am Zürichsee im Sommer 2000. Hier, nicht weit vom "Rütihof", wohnte Blanche Gaudenz mit ihrem Mann.

Foto: Blanche Gaudenz



 
"Rütihof" von "Prabella" aus gesehen.

Foto: Blanche Gaudenz