
















| |
Auf dieser Seite finden Sie einige Informationen über Menschen,
Ereignisse und Tatsachen im heutigen Masuren, die eine Verbindung mit
Ernst Wiechert und seinem Werk aufweisen.
Bilder, die diesen Teil ergänzen, habe ich - um die
Übersichtlichkeit zu bewahren - auf einer
gesonderten Seite zusammengestellt.
Die evangelische
Kirche zu Passenheim, Kreis Ortelsburg, das älteste Gotteshaus
Masurens, entstand in den Jahren 1350-1391 als Wehrkirche. 1750 bei
einem Stadtbrand stark beschädigt, wurde sie in der Zeit von 1765 bis
1775 von Grund auf umgebaut. Sehenswert sind der Altar aus Ziegeln im
gotischen Verband (1673), die Kanzel (1680), die Orgel (1708-1744), das
Kruzifix (16. Jh.), das gotische Gestühl links vor dem Altar (15. Jh.),
die alten Gedenktafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten aus dem
Passenheimer Kirchspiel sowie das mit Schindeln gedeckte viereckige
welsche Haubendach (1770). Nahe der Kirche sind mittelalterliche
Stadtmauerreste zu sehen.
Nun befindet sich die
Kirche in einem schlechten Zustand. Frau Ilse Masuch aus Düsseldorf
versucht seit Jahren Geldmittel für die Renovierung der Passenheimer
Kirche zu sammeln.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Die »MASURISCHE
STORCHENPOST«, eine kleine Zeitschrift der deutschen Minderheit in
Polen, erscheint im Nachbarland seit Oktober 1990. Die gesellschaftliche
Landschaft dort bereichern auch andere deutschsprachige Zeitungen, wie
z. B. "Schlesisches Wochenblatt", "Schlesien heute", "Oberschlesische
Stimme", "Oberschlesisches Bulletin - Mitteilungsblatt", "Unser
Oberschlesien", "Niederschlesisches Informationsblatt", "Grünberger
Monatsblatt", "Ratiborer Mitteilungen", "Posener Heimat", "Allensteiner
Nachrichten", "Mitteilungsblatt" (Ermland und Masuren), "Thorner Bote",
"Elbinger Zeitung" - um hier nur einige zu nennen. Die »MASURISCHE
STORCHENPOST« trägt ihrem Namen alle Ehren und berichtet ausführlich
über die Region.
Hier lesen Sie weiter.
Nach
fast zehn Jahren wurde die Namensgebung für die öffentliche Bibliothek
in Peitschendorf geklärt. Der Gemeindevorstand weigerte sich beharrlich,
an der Außenfassade des dortigen Kulturhauses, in dem die Bibliothek
untergebracht ist, eine Informationstafel über den Namensgeber Ernst
Wiechert anzubringen. Auch der damalige Vorstand der Internationalen
Ernst-Wiechert-Gesellschaft in Peitschendorf (Sektion Polen) tat nichts,
unsere Bitten aus dem Ausland blieben ungehört. Letztendlich zeigte eine
Beschwerde von Herrn Jacek Trawczyński aus Danzig bei der Woiwodschaft
Allenstein die richtige Wirkung. Der Regierungspräsident von
Ermland-Masuren hatte in seiner
Mahnung vom 07. April 2006 (hier die
polnische Fassung) Entscheidungsträger in Peitschendorf an ihre
Pflicht erinnert, und die Tafel schmückt endlich die triste Außenwand.
Tadeusz Ostojski aus Olsztyn/Allenstein, Presse- und
Rundfunkjournalist, 1965-1980 Chefredakteur des Allensteiner
Rundfunks, Schriftsteller und Übersetzer, hatte einige Werke von Ernst Wiechert ins Polnische übertragen.
Am 05. August 1998 hielt er vor 76 Teilnehmern des Ernst
Wiechert-Freundeskreises Braunschweig, im Stadtpark-Restaurant,
Jasperallee 42, einen interessanten Vortrag zum Thema:
"Die masurische Welt im Werk Ernst Wiecherts".
Klaus Bednarz, Redakteur beim Deutschen
Fernsehen (WDR), produzierte 1984 eine dreiteilige TV-Reportage
"Masuren". Später reiste er erneut durch das Land seiner Väter,
sprach mit vielen Menschen, denen Ostpreußen eine neue Heimat
geworden ist, begleitete diejenigen, die einst hier lebten und
nun als Touristen voller Heimweh ihre alten Häuser und Höfe
besuchen. Auf diese Weise ist ein sehr persönliches Buch
entstanden: "Fernes nahes Land - Begegnungen in Ostpreußen"
(1995).
Aus diesem Buch zitiere ich hier
zwei Kapitel.
"Ernst Wiechert - »ein
aufrechter Mensch und Antifaschist«"
beschreibt das Geburtshaus des Dichters in Kleinort;
"Der Traum
des Pastors" schildert u. a. Bemühungen des evangelischen
Pfarrers in Sorquitten Krzysztof Mutschmann, die "Gesellschaft
der Freunde Ernst Wiecherts" in Masuren zu etablieren.
Ralph Giordano
arbeitete erst als Journalist, später als Fernsehdokumentarist
und Schriftsteller. Er erhielt für seine publizistische Arbeit
zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen.
Nach vier großen Reisen durch das ehemalige Ostpreußen schrieb
Ralph Giordano ein Buch: "Ostpreußen ade - Reise durch
ein melancholisches Land". In diesem atemberaubenden Buch
schildert er das Drama Ostpreußens. Kaum eine andere Region
Europas wurde von der Geschichte so heimgesucht wie diese, und
kaum eine andere wird heute von der Vergangenheit so stark
geprägt. Giordano dringt tief ein in die Restgesellschaft der
Deutschstämmigen und lernt dabei ihre sozialen, politischen und
psychologischen Erschütterungen kennen. Er beschreibt aber auch
die Zwangsumsiedlung anderer Minderheiten. Mit der ihm eigenen
Beobachtungsgabe zeigt uns der Autor Ostpreußens einmalige
Naturschönheit, immer wieder hingerissen von den Wäldern, den
Seen und den Tieren, ohne zu übersehen, dass diese heute noch
weitgehend unberührte Landschaft ökologisch gefährdet ist.
Aus diesem Buch stammt ein aufschlussreicher
Ausschnitt über Ernst Wiechert, in dem Wiecherts feindselige
Haltung gegenüber dem Naziregime hervorgehoben wird.
|
|
|