"... was ist gefährlich und was ohne Gefahr? Wir beziehen alles auf den Tod und tun vielleicht nicht recht daran. Gefährlich scheint mir nur zu sein, wer sich als Freund in mein Leben drängt, es zum Ausbiegen oder zum Aufstauen zwingt und mich für eine Weile daran hindert, so zu wachsen oder zu welken, wie das innere Gesetz es mir befiehlt."

   

ERNST WIECHERT (1887 - 1950)

 


 

Seine Heimat heute

 
             
Willkommen
Leben
Werk
Bibliografie
Fotos
Presseberichte
Diverses
IEWG
Herbig
Personen
Masuren
Polski
Русский
Magyar
Česky
Was ist neu?
Links
Impressum
 


Auf dieser Seite finden Sie einige Informationen über Menschen, Ereignisse und Tatsachen im heutigen Masuren, die eine Verbindung mit Ernst Wiechert und seinem Werk aufweisen.

Bilder, die diesen Teil ergänzen, habe ich - um die Übersichtlichkeit zu bewahren - auf einer gesonderten Seite zusammengestellt.


Die evangelische Kirche zu Passenheim, Kreis Ortelsburg, das älteste Gotteshaus Masurens, entstand in den Jahren 1350-1391 als Wehrkirche. 1750 bei einem Stadtbrand stark beschädigt, wurde sie in der Zeit von 1765 bis 1775 von Grund auf umgebaut. Sehenswert sind der Altar aus Ziegeln im gotischen Verband (1673), die Kanzel (1680), die Orgel (1708-1744), das Kruzifix (16. Jh.), das gotische Gestühl links vor dem Altar (15. Jh.), die alten Gedenktafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten aus dem Passenheimer Kirchspiel sowie das mit Schindeln gedeckte viereckige welsche Haubendach (1770). Nahe der Kirche sind mittelalterliche Stadtmauerreste zu sehen.

Nun befindet sich die Kirche in einem schlechten Zustand. Frau Ilse Masuch aus Düsseldorf versucht seit Jahren Geldmittel für die Renovierung der Passenheimer Kirche zu sammeln. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Die »MASURISCHE STORCHENPOST«, eine kleine Zeitschrift der deutschen Minderheit in Polen, erscheint im Nachbarland seit Oktober 1990. Die gesellschaftliche Landschaft dort bereichern auch andere deutschsprachige Zeitungen, wie z. B. "Schlesisches Wochenblatt", "Schlesien heute", "Oberschlesische Stimme", "Oberschlesisches Bulletin - Mitteilungsblatt", "Unser Oberschlesien", "Niederschlesisches Informationsblatt", "Grünberger Monatsblatt", "Ratiborer Mitteilungen", "Posener Heimat", "Allensteiner Nachrichten", "Mitteilungsblatt" (Ermland und Masuren), "Thorner Bote", "Elbinger Zeitung"  - um hier nur einige zu nennen.  Die »MASURISCHE STORCHENPOST« trägt ihrem Namen alle Ehren und berichtet ausführlich über die Region. Hier lesen Sie weiter.


Nach fast zehn Jahren wurde die Namensgebung für die öffentliche Bibliothek in Peitschendorf geklärt. Der Gemeindevorstand weigerte sich beharrlich, an der Außenfassade des dortigen Kulturhauses, in dem die Bibliothek untergebracht ist, eine Informationstafel über den Namensgeber Ernst Wiechert anzubringen. Auch der damalige Vorstand der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft in Peitschendorf (Sektion Polen) tat nichts, unsere Bitten aus dem Ausland blieben ungehört. Letztendlich zeigte eine Beschwerde von Herrn Jacek Trawczyński aus Danzig bei der Woiwodschaft Allenstein die richtige Wirkung. Der Regierungspräsident von Ermland-Masuren hatte in seiner Mahnung vom 07. April 2006 (hier die polnische Fassung) Entscheidungsträger in Peitschendorf an ihre Pflicht erinnert, und die Tafel schmückt endlich die triste Außenwand.
 


Tadeusz Ostojski aus Olsztyn/Allenstein, Presse- und Rundfunkjournalist, 1965-1980 Chefredakteur des Allensteiner Rundfunks, Schriftsteller und Übersetzer, hatte einige Werke von Ernst Wiechert ins Polnische übertragen. Am 05. August 1998 hielt er vor 76 Teilnehmern des Ernst Wiechert-Freundeskreises Braunschweig, im Stadtpark-Restaurant, Jasperallee 42, einen interessanten Vortrag zum Thema: "Die masurische Welt im Werk Ernst Wiecherts".


Klaus Bednarz, Redakteur beim Deutschen Fernsehen (WDR), produzierte 1984 eine dreiteilige TV-Reportage "Masuren". Später reiste er erneut durch das Land seiner Väter, sprach mit vielen Menschen, denen Ostpreußen eine neue Heimat geworden ist, begleitete diejenigen, die einst hier lebten und nun als Touristen voller Heimweh ihre alten Häuser und Höfe besuchen. Auf diese Weise ist ein sehr persönliches Buch entstanden: "Fernes nahes Land - Begegnungen in Ostpreußen" (1995).

Aus diesem Buch zitiere ich hier zwei Kapitel. "Ernst Wiechert - »ein aufrechter Mensch und Antifaschist«" beschreibt das Geburtshaus des Dichters in Kleinort; "Der Traum des Pastors" schildert u. a. Bemühungen des evangelischen Pfarrers in Sorquitten Krzysztof Mutschmann, die "Gesellschaft der Freunde Ernst Wiecherts" in Masuren zu etablieren.
 


Ralph Giordano arbeitete erst als Journalist, später als Fernsehdokumentarist und Schriftsteller. Er erhielt für seine publizistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen.
Nach vier großen Reisen durch das ehemalige Ostpreußen schrieb Ralph Giordano ein Buch: "Ostpreußen ade - Reise durch ein melancholisches Land". In diesem atemberaubenden Buch schildert er das Drama Ostpreußens. Kaum eine andere Region Europas wurde von der Geschichte so heimgesucht wie diese, und kaum eine andere wird heute von der Vergangenheit so stark geprägt. Giordano dringt tief ein in die Restgesellschaft der Deutschstämmigen und lernt dabei ihre sozialen, politischen und psychologischen Erschütterungen kennen. Er beschreibt aber auch die Zwangsumsiedlung anderer Minderheiten. Mit der ihm eigenen Beobachtungsgabe zeigt uns der Autor Ostpreußens einmalige Naturschönheit, immer wieder hingerissen von den Wäldern, den Seen und den Tieren, ohne zu übersehen, dass diese heute noch weitgehend unberührte Landschaft ökologisch gefährdet ist.

Aus diesem Buch stammt ein aufschlussreicher Ausschnitt über Ernst Wiechert, in dem Wiecherts feindselige Haltung gegenüber dem Naziregime hervorgehoben wird.