"Was soll ich noch sagen von meinem Leben? Man ruft mich und ich folge. Man wartet auf mich und ich komme. Man klopft an und ich öffne. Ich bin bereit zu Leid und Seligkeit. Zu neuen Büchern, neuen Erschütterungen, neuer Ekstase. Ich weiche nicht mehr aus, ich verhülle mich nicht mehr. Man hat mich entbunden und ich schlage die Augen auf in das Kommende. Und ich bete nichts anderes als dieses: "Gott, gib mir, daß ich ein Mensch werde, bevor ich sterbe!"

   

ERNST WIECHERT (1887 - 1950)

und die
 

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Zeitschrift der deutschen Minderheit in Polen.

 
             
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Die Zeitschrift »MASURISCHE STORCHENPOST« erscheint in der zweiten Woche jedes Monats. Die Redaktion ist Mitglied im weltweiten IMH-Netzwerk. Bezug nur über Stowarzyszenie Mazurskie, Skrytka pocztowa 117, PL-10-001 Olsztyn. Telefon: (0048/89) 5 27 29 05, Fax (0048/89) 5 34 95 22. Herausgeber: Masurische Gesellschaft e.V ., Mitglied der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV). Leitender Redakteur: Tadeusz Siegfried Willan (E-Mail: willan@poczta.onet.pl), Übersetzungen von Krystyna Binek. Die »MASURISCHE STORCHENPOST« wird vom Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig und vom Büro für Kultur der nationalen und ethnischen Minderheiten im Kulturministerium Warschau gefördert.

In dieser Zeitschrift werden ausschließlich Beiträge in deutscher Sprache veröffentlicht, die sich mit der Kultur und Geschichte von Ermland und Masuren sowie mit der Lage der nationalen Minderheiten in Europa befassen (der Schwerpunkt liegt dabei auf den Aktivitäten der deutschen Minderheit in Polen). Einen hohen Stellenwert in dieser Monatszeitschrift besitzt die deutsche Literatur. So werden oftmals Artikel über ostpreußische Schriftsteller wie Siegfried Lenz, Günter Schiwy, Herbert Reinoß, Hans Helmut Kirst, Marion Gräfin Dönhoff, Ernst Wiechert, Agnes Miegel, Fritz und Richard Skowronnek, Hermann Sudermann und Immanuel Kant veröffentlicht. Regelmäßig stellen Gert O. E. Sattler, Ingrid Brase Schloe und Klaus Nagorni hier ihre Gedichte vor.

In der »MASURISCHEN STORCHENPOST« vom Januar 2007, Nr. 1 (218), lesen wir:
Die seit 17 Jahren erscheinende deutschsprachige Monatszeitschrift will sich weiterhin für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung der kulturellen Identität der deutschen Minderheit in Masuren und Ermland einsetzen. Die Monatszeitschrift wird weiter ein verbindendes Element für die in der Diaspora lebenden Menschen deutscher Sprache sein. Sie wird sie darüber informieren, was in der näheren und weiteren Nachbarschaft passiert und lässt sie die von ihnen geschätzte Sprache auffrischen und verbessern. Die »MASURISCHE STORCHENPOST« will auch im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten der Stärkung der polnisch-deutschen Annäherung dienen. Das ist besonders wichtig in der Zeit der Abkühlung dieser Beziehungen und der Störung des Dialogs. Richtlinie wird für uns unter anderem der Aufruf der polnisch-deutschen „Kopernikus-Gruppe" sein, der am 28. Juli 2006 in Darmstadt und Warschau bekannt gegeben wurde. (Der Aufruf wurde in der Oktoberausgabe 2006 veröffentlicht). Die Monatszeitschrift wird Probleme präsentieren, mit denen sich die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) beschäftigt, der die Masurische Gesellschaft seit 1991 angehört. Die Monatszeitschrift wird nicht nur die kulturelle und Bildungstätigkeit der Masurischen Gesellschaft darstellen, sondern auch die Aktivitäten aller anderen Organisationen der deutschen Minderheit in Masuren und Ermland in diesem Bereich. Die Monatszeitschrift wird sich auch mit den Themen der beiden Seminare beschäftigen, die von der Masurischen Gesellschaft für das Jahr 2007 geplant sind. Es erscheinen nicht nur Berichte über diese Treffen und Fragmente aus den dort vorgetragenen Referaten, sondern auch Artikel, die die Leser auf die Teilnahme an diesen Seminaren vorbereiten und ihnen die vorgesehenen Themen näher bringen. Es erscheinen auch Publikationen, die die Geschichte und den heutigen Alltag verschiedener ethnischen Gruppen in Europa (nicht nur der deutscher Minderheiten) darstellen werden.

Das Inhaltsverzeichnis einiger neuerer Hefte können Sie hier einsehen. Die Ausgaben sind zwar auf Polnisch bezeichnet, doch öffnet ein Klick auf das Bildsymbol eine neue Seite, die eine komplette Inhaltsbeschreibung auf Deutsch zugänglich macht.

Im Sommer 2005 ist es mir leider nicht gelungen, den Chefredakteur Tadeusz Willan persönlich kennenzulernen. Ein unverbindlich vereinbartes Treffen kam nicht zustande. In dem Interview von Silvia Schmiedel, das im  "Online Elch" abgedruckt wurde, können Sie einiges über ihn erfahren (der letzte Beitrag auf der Seite oder hier als PDF-Datei). Der "Online Elch" ist ein Projekt der Elch Medien AG, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das heutige Leben in Ermland und Masuren in farbenfrohem Licht zu zeigen. Ihr Ziel ist es, das ehemalige Ostpreußen als vielschichtige Kulturlandschaft in deutscher Sprache zu beschreiben und aktuelle Entwicklungen zu begleiten. Hinter diesem Projekt stehen einige junge Deutsche, die heute in Allenstein leben.

Wie bereits erwähnt, werden in der »MASURISCHEN STORCHENPOST« auch Artikel über Ernst Wiechert publiziert. Zwar ist der ostpreußische Dichter in seiner Heimat heute kein Unbekannter, doch muss seine Präsenz in einer deutschsprachigen Zeitschrift Masurens als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Die Auswahl der Autoren ist wohldurchdacht (darunter sind auch Mitglieder der IEWG), in der April-Ausgabe 2007 findet sich jedoch ein Artikel, dessen journalistische Qualität mehr als fraglich ist. Ernst Wiechert vermochte stets, die schriftstellerische Redlichkeit, das Verbindende, das Ausgleichende in seinem Werk zu vermitteln - Werte also, die auch heute noch für die schreibende Zunft gelten sollten. Ein gewisser Eberhard Rathgeb scheint davon wenig zu verstehen. Nicht nur, weil sein hochgespielter Spott besser am Stammtisch zur Geltung käme, sondern weil er nicht viel davon Ahnung hat, worüber er schreibt. Zum Beispiel: Von dem alten Forstgebäude ist nicht nur der Grundriss sondern alles bis auf die Inneneinrichtung geblieben. Ernst Wiechert setzte sich nicht für den Theologen Bonhoeffer sondern für den Pastor Martin Niemöller ein. Ernst Wiecherts Mutter ist am Dünnenfriedhof beim Ostseebad Kranz und nicht neben Meta Wiechert in Pfeilswalde begraben. Hat der Verfasser seinen Artikel in einem Wirtshaus geschrieben?

 

EINIGE BEITRÄGE ÜBER ERNST WIECHERT IN DER » MASURISCHEN STORCHENPOST «:

Es schadet unserem Dichter..., ein Brief von Hildegard Neugebauer, Juli, Nr. 7 (224).

Rückkehr nach Masuren in Ernst Wiecherts Dichtung, Teil 1, Marianne Kopp, Juni, Nr. 6 (223).

Rückkehr nach Masuren in Ernst Wiecherts Dichtung, Teil 2, Marianne Kopp, Juli, Nr. 7 (224).

Rückkehr nach Masuren in Ernst Wiecherts Dichtung, Teil 3, Marianne Kopp, August, Nr. 8 (225).

An Ernst Wiechert zum 120. Geburtstag, ein Gedicht von Ingrid Brase Schloe (Dänemark), Juni, Nr. 6 (223).

2007 – Ernst-Wiechert-Jahr, Der 120. Geburtstag unseres Dichters, April 2007, Nr. 4 (221).

Ein Forsthaus in Masuren erinnert an Ernst Wiechert, Eberhard Rathgeb, April 2007, Nr. 4 (221).

„Ich komme aus einer großen Landschaft“, Herbert Reinoß, August 1998, Nr. 08/98.

Auf der Suche nach Ernst Wiechert, Herbert Hupka, März 1997, Nr. 03/102/97.

„Wer eignet sich besser als Brücke der Verständigung als unser Ernst Wiechert“, Klaus Weigelt, März 1997, Nr. 03/102/97.

Ernst Wiechert Tage in Peitschendorf/Piecki, März 1997, Nr. 03/102/97.

Die 4. Tagung der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft in Mülheim an der Ruhr, Bärbel Beutner, November 1997, Nr. 11/97.

Sieben Jahre "Internationale Ernst-Wiechert- Gesellschaft", Klaus Weigelt, September 1996, Nr. 09/96.

Errichtung einer literarischen Begegnungsstätte in Kleinort/Piersławek, Dezember 1994, Nr. 12/51/94.

Die Sprache unserer Träume, Tadeusz S. Willan, 13. Sonderheft, 1992.

Masuren für ein ganzes Leben, Andrzej Drawicz, 13. Sonderheft, 1992.

Ernst Wiechert: Heimat in Masuren, Burkhard Ollech, 13. Sonderheft, 1992.