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Dr. phil. Marcin Gołaszewski /
Lodz (Polen) hatte am 15.10.2009 eine Dissertation zum Thema: "'Nec
laudibus nec timore. Predigten und Hirtenbriefe Clemens August
Graf von Galens im Nationalsozialismus" veröffentlicht. Diese
Arbeit wurde im Fachbereich: Philologie, im Institut für
Germanistik, Lehrstuhl für Literatur und Kultur Deutschlands,
Österreichs und der Schweiz an der Universität Lodz / Polen
geschrieben. Der Autor setzt sich nicht nur mit Predigten von
Galens auseinander, sondern analysiert auch die Adventspredigt
Michael von Faulhabers sowie zwei Reden Ernst Wiecherts („Der
Dichter und die Jugend“ und „Der Dichter und seine Zeit“). Dem
ostpreußischen Dichter widmete Herr Gołaszewski ein ganzes
Kapitel Der Schriftsteller Ernst Wiechert als politischer
Redner und weltlicher „Seelsorger”.
Die Arbeit wurde unter Betreuung
von Frau Prof. Joanna Jabłkowska verfasst und von Herrn Prof.
Joachim Kuropka (Universität Vechta), Frau Prof.
Chylewska-Toelle (Kasimir der Große Universität Bromberg) und
Frau Prof. Dzikowska (Universität Lodz) begutachtet.
In seiner Dissertation wollte
Herr Gołaszewski zeigen, dass in beiden Reden Ernst Wiecherts
die Wandlung von einem Autor, der voller Hoffnung den Beginn der
nationalsozialistischen Herrschaft begrüßte, zu einem Autor, der
offen seine Vorbehalte und Zweifel an dem eingeschlagenen Weg
äußerte, erkennbar ist. Dieser Weg wird ihn in die Innere
Emigration führen. Der literarische Standort Wiecherts sowie
seines Erachtens auch der von Clemens August Graf von Galen,
sollten als völkisch-national, allerdings vor allem christlich
eingeschätzt werden. Obwohl Wiechert am eigenen Leibe das
Unmenschliche erfahren hat und den Quälereien ausgesetzt war,
während dies von Galen erspart blieb, verbindet sich ihr
Schaffen darin, das Unrecht beim Namen zu nennen. Die Reden
Ernst Wiecherts sowie die Predigten Clemens August Graf von
Galens sind bleibende Beispiele eines Zeugnisses, das Menschen
in einer unmenschlichen Zeit ablegten. Die beiden scheuten kein
persönliches Opfer und beide haben wohl immer an der Zeit
gelitten, in die sie hineingeboren wurden.
Aus urheberrechtlichen Gründen
kann diese Arbeit jetzt im Internet nicht veröffentlicht werden.
Wir hoffen, dass uns diese Möglichkeit in absehbarer Zeit
gegeben wird.
Falls Sie Interesse an diesem
Beitrag haben, bitte kontaktieren Sie Herrn Dr. phil. Marcin
Gołaszewski direkt: (hier
können Sie seine E-Mail-Adresse aufrufen).
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Zur Person:
Geboren
am 17.06.1980, Lodz (Polen)
Wissenschaftlicher Werdegang
01.10.1999 – 2004 – Germanistikstudium an der Universität Lodz
06.05.2004 – Studienabschluss an der Universität Lodz und Erwerb des
Magistertitels
2004 – Doktorandenstudium an der Universität Lodz (Germanistik,
Lehrstuhl für Literatur und Kultur Deutschlands, Österreichs und der
Schweiz)
12.02.2007 – 30.09.2007 – Erwerb der Zusatzqualifikation in der
Spezialisierung der Glottodidaktik des Polnischen als Fremdsprache am
Lehrstuhl für Angewandte und kulturelle Linguistik am Institut für
Polonistik an der Universität Lodz
15.10.2009 – Disputation an der Universität Lodz (Literaturwissenschaft)
Preise und
Auszeichnungen
2005 –
Auszeichnung des Senats der Universität Lodz für hervorragende
Leistungen während des Studiums, und das Gratulationsschreiben des
Rektors der Universität Lodz
15.10.2009 – Preis der Erwin-Stein-Stiftung für Exzellenz in der Lehre,
den Beitrag zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit und zur Festigung der
Partnerschaft zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der
Universität Lodz
Stipendien
01.10.2001 – 28.02.2002 – DAAD-Stipendium (Deutscher Akademischer
Austauschdienst) an der Technischen Universität Dresden
01.04.2003 – 25.09.2003 – Socrates-Erasmus-Stipendium an der
Justus-Liebig-Universität in Gießen
01.11.2005 – 01.12.2005 – DAAD-Doktoranden-Stipendium an der
Justus-Liebig-Universität-Gießen
06.08.2006 – 26.08.2006 – Stipendium der Universität Regensburg für den
Sommerkurs für Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler
01.11. – 01.12.2006 und 01.10. – 01.11.2007 – Stipendium der
Justus-Liebig-Universität-Gießen im Rahmen der bilateralen
Zusammenarbeit zwischen der Universität Lodz und JLU-Gießen
Berufserfahrung
1999 –
2004 – langjährige Zusammenarbeit mit den IJGD (Internationalen
Jugendgemeinschaftsdiensten) mit Sitz in Bonn als Dolmetscher und
Gruppenleiter auf den internationalen Workcamps
2000 – 05.09.2002 – ehrenamtliche Dolmetschertätigkeit in der Firma „Medart
Bis” in Lodz
15.07.2003 – 22.08.2003 – Praktikum im Berlin-Brandenburgischen Institut
für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa e.V. mit Sitz in
Genshagen (Berlin)
01.10.2001 – 25.09.2003 – Manager im Firmenbereich „Kontakt mit dem
Ausland” in der Firma „Yiwoo Handelsvertretung” mit Sitz in Gießen
15.10.2003 – 29.11.2003 – Praktikum als Lektor an der Hochschule für
Internationale Beziehungen mit Sitz in Lodz
ab 21.02.2005 – Hochschullehrer an der Universität Lodz
(Germanistikinstitut)
01.10.2006 – 30.09.2006– Lektor für deutsche Sprache in der Stiftung der
Universität Lodz und Prüfer im Zentrum des Goetheinstituts an der
Universität Lodz
31.01.2004 – 30.09.2007 – Lektor für polnische Sprache in der Firma
„Extrema“
01.10.2004 – 30.09.2007 – Lektor für deutsche Sprache in der
Sprachschule „Prima” in Lodz; Leitung der Sprachkurse zur Vorbereitung
auf die Oberstufenprüfung
01.05.2009 – 31.07.2009 – Praktikant in der Erwin-Stein-Stiftung im
Rahmen des EU-Bildungsprogrammes „LLP – Lebenslanges Lernen“
seit 01.10.2007 bis 30.09.2009 – Lehrkraft für besondere Aufgaben für
den Fremdsprachenunterricht Polnisch an der
Justus-Liebig-Universität-Gießen (Institut für Slawistik)
01.10.2009 –
ehrenamtliche Tätigkeit in der Erwin-Stein-Stiftung sowie
Literaturrecherchen für die Habilitation
Veröffentlichungen und
Gastvorträge
1. „Zur Begrifflichkeit der Euthanasie
im Kontext der nationalsozialistischen Ideologie“ – Folia Germanica –
Verlag der Universität Lodz 2006
2. „Kardinal Clemens August Graf von
Galen – „Der Löwe von Münster“. Die Euthanasie-Frage und der Protest von
Galens im Spiegel seiner Predigten – Konferenzband – Universität Oppeln
2008
3. Gastvortrag im Forschungskolloquium
von Herrn Prof. Joachim Kuropka an der Universität Vechta –
„Inhaltlich-kontextuelle Analyse der Predigt vom 3. August 1941“ – 03.
Juli 2008
4. „Der Einsatz von Textsorten im
Fremdsprachenunterricht ‚Polnisch’ im Institut für Slawistik an der
Justus-Liebig-Universität Gießen“ – „Teksty w nauczaniu języka polskiego
jako obcego w Instytucie Slawistyki Uniwersytetu Justusa-Liebiga w
Gießen“ – Konferenzband – Verlag der Universität Lodz 2009
5. „Nec laudibus, nec timore.”
Inhaltlich-kontextuelle Analyse der Predigt Kardinals Clemens August
Graf von Galen vom 03. August 1941 – Folia Germanica – Verlag der
Universität Lodz 2009
6. „Der Dichter und die Jugend” – Rede
vom 06. Juni 1933 als Begrüßung der NS-Diktatur oder Kritik an ihr? –
abgegeben zum Druck
7. „Der Dichter und seine Zeit” – Rede
vom 16. April 1935 von Ernst Wiechert als Kritik des
nationalsozialistischen Regimes – abgegeben zum Druck
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