"Langsam, von der Peripherie aus, begann er das Wunder der Schöpfung zu erkennen. Er nannte es mit diesem Namen, und der Name gewann einen immer höheren Klang für ihn. Aber er vermischte ihn nicht mit den Namen, die der Mensch dem Wunder gegeben hatte."

   

ERNST WIECHERT (1887 - 1950)

 


 

Ernst Wiecherts Freunde

Veit Erdmann-Abele

 
           
Willkommen
Leben
Werk
Bibliografie
Fotos
Presseberichte
Diverses
IEWG
Herbig
Personen
Masuren
Polski
Русский
Magyar
Česky
Was ist neu?
Links
Impressum
 

Veit Erdmann-Abele, Komponist und Musikredakteur aus Reutlingen, vertonte vier (von sechs) Strophen des Gedichts "Weihnacht" von Ernst Wiechert. Ein gedrucktes Exemplar dieser Komposition hat mir Herr Horst Radeck, Braunschweig, zugeschickt. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Zustimmung von Herrn Veit Erdmann-Abele.

 

"Weihnacht"  vertont von Veit Erdmann-Abele   (Noten-Datei ist etwa 1,2 MB groß)

 


Weihnacht

Lasst die Tore uns verschließen,
vor den Toren steht die Zeit,
will sie bleiben oder fliehen:
uns lasst vor der Krippe knien,
still ruht hier die Ewigkeit.

Vor den Fenstern glänzt's wie Waffen,
glänzt Herodes auf dem Thron,
doch hier brennen still die Kerzen,
und die Jungfrau kniet in Schmerzen
lächelnd vor dem jungen Sohn.

Vor den Fenstern lärmen Knechte,
doch hier knien die Hirten stumm,
still dreht sich die Sternennabe,
Joseph lehnt an seinem Stabe,
Ochs und Esel stehn herum.

Heute wie vor tausend Jahren
ist des Herzens Heimat fern,
Trommeln dröhnen vor den Toren,
doch uns ist ein Kind geboren,
und am Himmel strahlt der Stern.

Lasst uns tief die Stirnen neigen,
bald ist unser Öl verbrannt.
Ob sich unsre Wangen feuchten,
ach, wir sehn doch ferne leuchten
unsrer Herzen heiliges Land.

Horch, nun tönt es auf den Feldern,
Stern an Stern sich golden schließt,
über allem Weltgepränge
braust der Strom der Lobgesänge,
der uns herrlich überfließt.



Die Uraufführung erfolgte am 09. Dezember 2007 im Ev. Gemeindezentrum Hohbuch, Pestalozzistr. 20.

Mehr über Herr Erdmann-Abele erfahren Sie hier. Sie können auch seine Internet-Seite besuchen:
http://www.erdmann-abele.de/